Klebstofflexikon Glossar - Klebebegriffe einfach erklärt
A
-
Ablüftezeit – Wartezeit zwischen dem Auftragen eines Klebstoffs und dem Zusammenfügen der Werkstücke (z. B. bei Kontaktklebern relevant).
- Acrylkleber – Ein stark haftender Klebstoff auf Acrylbasis, ideal für Glas, Metall und Kunststoff.
- Abbindzeit – Die Zeit, die ein Klebstoff benötigt, um auszuhärten und seine volle Klebekraft zu erreichen.
- Adhäsion – Die Fähigkeit eines Klebstoffs, an einer Oberfläche zu haften. Sie hängt von der Beschaffenheit der Oberfläche und der chemischen Zusammensetzung des Klebers ab.
-
Aushärtezeit – Zeitspanne, in der ein Kleber seine endgültige Festigkeit erreicht. Sie kann sich von der Abbindzeit unterscheiden, insbesondere bei Mehrkomponentenklebern.
B
- Belastbarkeit – Gibt an, wie viel Gewicht oder Druck eine Klebeverbindung aushält.
- Beständigkeit – Widerstandsfähigkeit eines Klebers gegen Feuchtigkeit, Hitze oder Chemikalien.
-
Butylkleber – Dichtstoff auf Butylkautschukbasis, der dauerelastisch bleibt und eine gute Abdichtung bietet, z. B. für Karosserie- und Fensterabdichtungen.
C
-
Chemische Aushärtung – Aushärtung durch eine chemische Reaktion, z. B. bei 2-Komponenten-Klebern oder UV-Klebstoffen.
- Cyanacrylat – Schnellhärtender Sekundenkleber, ideal für viele Materialien wie Kunststoff, Keramik und Metall.
D
- Dichtkleber – Spezieller Klebstoff zum Abdichten von Fugen, Spalten und Rissen.
- Dispersionskleber – Wasserbasierter Kleber, oft für Papier, Holz oder Textilien verwendet.
-
Dosiersystem – Gerät oder Mechanismus zur genauen Applikation von Klebstoffen, z. B. in der industriellen Fertigung.
E
- Epoxidharzkleber – Extrem starker 2-Komponenten-Kleber für belastbare und wasserfeste Verbindungen.
- Elastizität – Maß für die Flexibilität eines Klebers nach dem Aushärten.
F
-
Festkörperanteil – Der Anteil nichtflüchtiger Bestandteile im Klebstoff; relevant für die Klebkraft und Schrumpfverhalten beim Trocknen.
-
Filmbildung – Prozess, bei dem ein Klebstoff nach dem Auftrag eine feste Schicht bildet, typischerweise bei wasserbasierten Systemen.
- Fugendichtstoff – Ein elastischer Kleber, der speziell zum Abdichten von Fugen und Rissen entwickelt wurde.
G
- Gebrauchstemperatur – Der Temperaturbereich, in dem ein Klebstoff optimal funktioniert.
- Gewebekleber – Spezialkleber zum Verbinden von Stoffen und Textilien.
H
- Haftung – Die Fähigkeit eines Klebers, an einer Oberfläche zu haften.
- Heißkleber – Klebstoff, der durch Erwärmen schmilzt und beim Abkühlen aushärtet.
-
Hybridkleber – Kombination verschiedener Klebstofftechnologien (z. B. Silan-modifizierte Polymere), die Vorteile mehrerer Systeme vereint.
I
- Industriekleber – Hochleistungs-Klebstoffe für professionelle Anwendungen in Industrie und Handwerk.
- Isolierkleber – Spezieller Kleber zur Befestigung von Dämmmaterialien.
K
-
Klebspalt – Der Abstand zwischen zwei zu verklebenden Oberflächen – beeinflusst die Wahl des geeigneten Klebers.
-
Klebkraft – Maß für die Stärke einer Klebeverbindung unter Zug- oder Scherbelastung.
- Kontaktkleber – Klebstoff, der nach dem Trocknen beidseitig aufgetragen wird und durch Druck haftet.
- Kunststoffkleber – Kleber, der speziell für die Verbindung von Kunststoffen entwickelt wurde.
- Kohäsion – Die innere Festigkeit eines Klebstoffs, die bestimmt, wie stark die Moleküle im Klebstoff selbst zusammenhalten. Eine hohe Kohäsion sorgt für stabile Verbindungen.
L
- Lösungsmittelhaltiger Kleber – Enthält flüchtige Lösungsmittel, die beim Trocknen verdampfen und eine feste Klebeverbindung hinterlassen.
- Lösungsmittelfreier Kleber – Umweltfreundlicher Kleber ohne flüchtige Lösungsmittel.
M
-
Milchkleber – Auch als Kaseinleim bekannt, basiert auf Eiweiß und wird oft in der Holzverarbeitung eingesetzt.
- Montagekleber – Starker Baukleber für dauerhafte Verbindungen auf verschiedenen Materialien.
- Mehrkomponentenkleber – Kleber, der aus zwei oder mehr Komponenten besteht und erst durch Vermischen reagiert.
N
- Naturkleber – Umweltfreundlicher Kleber aus natürlichen Rohstoffen wie Stärke oder Kasein.
- Nasshaftung – Die Fähigkeit eines Klebers, bereits im feuchten Zustand eine erste Haftung zu zeigen.
O
- Oberflächenaktivierung – Eine Methode zur Verbesserung der Haftung eines Klebstoffs durch chemische oder physikalische Behandlung der Oberfläche, z. B. durch Reinigen, Anrauen oder Primern.
P
-
Pastöser Kleber – Dickflüssiger Klebstoff, der nicht verläuft und für senkrechte Anwendungen geeignet ist.
-
Polyolefin-Kleber – Spezialkleber für schwer zu verklebende Kunststoffe wie Polypropylen oder Polyethylen.
- PU-Kleber (Polyurethan-Kleber) – Starker Kleber mit hoher Flexibilität und Widerstandsfähigkeit.
- Primer – Eine Grundierung, die auf eine Oberfläche aufgetragen wird, um die Haftung des Klebstoffs zu verbessern. Besonders nützlich bei schwer zu verklebenden Materialien wie Glas oder Kunststoff.
R
Reaktionsklebstoff – Kleber, der erst durch eine chemische Reaktion aushärtet (z. B. Epoxid- oder PU-Kleber).
Repositionierbarkeit – Fähigkeit, die verklebten Teile vor der Aushärtung nochmals auszurichten.
S
- Schälfestigkeit – Widerstand einer Klebeverbindung gegen das Ablösen durch Schälkräfte.
- Schmelzkleber – Klebstoff, der durch Erwärmen schmilzt und schnell eine feste Verbindung herstellt.
- Sekundenkleber – Ultrastarker Kleber, der innerhalb von Sekunden aushärtet.
-
Silan-modifizierter Polymerkleber (SMP) – Elastischer, feuchtigkeitsvernetzender Klebstoff für Bau und Industrie.
- Sprühkleber – Kleber in Sprühform zur schnellen, gleichmäßigen Applikation auf großen Flächen.
T
-
Thermoplastischer Kleber – Klebstoff, der bei Wärme wieder erweichbar ist (z. B. Heißkleber).
-
Thixotropie – Eigenschaft eines Klebstoffs, unter mechanischer Belastung flüssiger zu werden und bei Ruhe wieder dickflüssig.
- Trocknungszeit – Die Zeit, die ein Kleber benötigt, um fest zu werden.
- Temperaturbeständigkeit – Gibt an, welche Temperaturen ein Kleber ohne Beeinträchtigung aushält.
- Topfzeit – Die Zeitspanne, in der ein Mehrkomponentenkleber nach dem Mischen verarbeitet werden kann, bevor er beginnt auszuhärten. Eine kurze Topfzeit erfordert schnelles Arbeiten.
U
- UV-Kleber – Kleber, der unter UV-Licht aushärtet und besonders in der Glasverarbeitung genutzt wird.
- Untergrundvorbereitung – Maßnahmen, um Oberflächen optimal für die Klebung vorzubereiten.
V
-
Verfestigungsmechanismus – Der Prozess, durch den ein Kleber von flüssig zu fest übergeht (z. B. Verdunstung, Reaktion, Abkühlung).
-
Vernetzung – Chemischer Prozess bei der Aushärtung von Klebern, bei dem molekulare Bindungen zwischen Polymeren entstehen.
- Viskosität – Die Fließfähigkeit eines Klebstoffs, von dünnflüssig bis pastös.
- Verarbeitungszeit – Der Zeitraum, in dem ein Kleber noch aufgetragen und korrigiert werden kann.
W
- Wasserfester Kleber – Kleber, der auch bei Kontakt mit Wasser seine Klebekraft behält.
- Wärmebeständigkeit – Die Fähigkeit eines Klebstoffs, hohen Temperaturen standzuhalten.
Z
- Zugfestigkeit – Der Widerstand einer Klebeverbindung gegen Zugbelastung.
- Zweikomponenten-Kleber (2K-Kleber) – Klebstoff, der aus zwei getrennten Komponenten besteht, die beim Mischen eine Reaktion eingehen.
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